Vergnügliche Zeitreise

Bei der Premiere von "Todtmoos anno dazumal" gab es viel zu bestaunen und beste Unterhaltung. TODTMOOS. "Todtmoos anno dazumal": Einen Ausflug in die Vergangenheit veranstaltete Aktives Todtmoos am Samstag – und viele Besucher ließen sich bei sonnigem Frühsommerwetter mitnehmen. Fröhliche Volksfeststimmung herrschte auf dem Apothekerplatz und in der Hauptstraße, wo altes Handwerk vorgeführt wurde und ein kleiner Bauernmarkt zum Schlendern einlud.

Eigentlich sollte das Fest erst um 14.30 beginnen, doch bereits gegen Mittag füllte sich der Apothekerplatz, denn die Beschicker des Marktes öffneten frühzeitig ihre Stände und auch die Handwerker begannen, ihr Handwerkszeug in ihrem Zelt auszupacken. Und altes Handwerk gab’s in Todtmoos reichlich zu sehen: Da zeigte ein Korbflechter seine Kunst, Strohfinken und Schindeln wurden hergestellt, einem Drechsler konnte über die Schulter geschaut werden und zwei Spinnräder surrten. Das größte Interesse fand der Düchelbohrer Sigbert Waßmer, wohl einer der letzten seiner Zunft, der die Besucher mit der Herstellung von alten Wasserleitungen aus Holz verblüffte. Weniger verblüffend war, dass sich auch viele Kinder für die Handwerkskunst aus alten Tagen interessierten – zumal einige auf dem Schemel des Holzschneflers Platz nehmen durften.

Der Betrieb verlagerte sich indes des schönen Wetters wegen nach draußen, was allerdings der guten Stimmung im Zelt keinen Abbruch tat – zumal die Pepperhous Stompers mit ihrem fetzigen Jazz das Ihre dazu beitrugen. Als wahrer Spaßmacher entpuppte sich Clown Jokus – dessen (bauchredende) Gans Gusti ihm aber eindeutig die Show stahl. Ihre Pointen saßen, wenn die kleine, gewitzte Stoffgans wieder einmal "aus Versehen" ihren Schnabel nicht halten konnte.

Hingucker, die auf viel Interesse stießen, waren im Festzelt auch die rund vierzig Seiten der Badischen Zeitung, mit denen die jüngere Geschichte des Kurorts nacherzählt wurde. Für einen Hingucker anderer Art sorgte auch Frieder Maier, der Vorsitzende von Aktives Todtmoos, der der Bergwacht eine Spende des Vereins für die Anschaffung eines dringend benötigten Fahrzeugs überreichte.

Ganz auf anno dazumal hatte sich auch die örtliche Gastronomie eingerichtet, deren Speisekarte – serviert wurde von den Mitgliedern von Aktives Todtmoos – sich an Omas Küche orientierte. Die Besucher ließen sich "Schwiensbrode mit Rahmhärdöpfel und surem Gmües" oder "fürigen Rindfleischsalat im Gläsli" schmecken. Cola oder Zitronenlimo suchte man auf der Getränkekarte ebenso vergebens wie Pils. Stattdessen wurden Öpfelsaft, Sprudelwasser und naturtrübes Bier angeboten – Getränke eben, die es bereits schon anno dazumal auch in Todtmoos gab.

Bevor es am späten Samstagabend dann in die Schwarzwaldspitze zum Abfeiern ging, zeigten sich Leni Faschian und Christian Zumkeller von Aktives Todtmoos hochzufrieden mit der Erstauflage von Todtmoos anno dazumal – wenngleich Zumkeller es erst einmal offen ließ, ob es im kommenden Jahr eine Fortsetzung gibt.

© Badische Zeitung





















Todtmoos geht auf Zeitreise

Brauchtumsschau bei strahlendem Sonnenschein lockt viele Besucher auf den Sparkassenplatz. Altes Handwerk in Aktion.

Gelungene Premiere von „Todtmoos anno dazumal“. Nostalgisches Flair herrschte am Samstag beim ersten Event von „Aktives Todtmoos“ in diesem Jahr. Die Vorführung alter Handwerkskunst bildete den Rahmen für die Veranstaltung, die zahlreiche Besucher bei strahlendem Sonnenschein auf den Sparkassenplatz lockte.

Da konnten Besucher Schindelmacher, Strohschuhflechter, Düchelbohrer und Korbmacher über die Schulter schauen. Einige Todtmooser Handwerksbetriebe demonstrierten die Holzbearbeitung mit historischen Werkzeugen. Glasträger Hans Dieter Folles drehte unermüdlich seine Runden und gab den Besuchern gerne Auskunft über die Geschichte der Glasbläserei im Schwarzwald. Hochbetrieb herrschte auch im Festzelt, wo die fleißigen Helfer von „Aktives Todtmoos“ die Gäste mit Speis und Trank von anno dazumal verwöhnten. So mancher Besucher aus dem nichtalemannischen Sprachraum dürfte beim Studieren der Speisekarte wohl ins Grübeln gekommen sein. Da gab es etwa Schwinsbrode mit surem Gmües, Angeschnitte mit Rettich; dazu ein Viertel Wiswie, Moscht, naturtrübes Bier und als flüssiges Dessert ein Frohlundermaidli. Der eine oder andere Helfer vor und hinter der Theke hatte sich sogar das passende Outfit aus der damaligen Zeit zugelegt.

Auf dem Festgelände hatten einige Händler ihre Marktstände aufgebaut und boten dem Motto entsprechend ein passendes Warensortiment an. Da konnten die Gäste duftende Kräuter, leckeren Schinken, selbstgemachte Marmelade und frisch gebackenes Holzofenbrot erstehen. Auch das passende Schnäpsle zur Verdauung durfte nicht fehlen. Für die kleinen Festbesucher wurde ein Gaukler engagiert, der nicht nur die Kinder mit seinen Späßen unterhielt. Für die musikalische Umrahmung des Events sorgten die „Pepperhouse Stompers“ mit erfrischendem Swing und Jazz. Nach dem offiziellen Teil der rundum gelungenen Veranstaltung durfte bei freiem Eintritt in der „Schwarzwaldspitze“ noch kräftig das Tanzbein geschwungen werden. Die Organisation lag in den Händen von Leni Faschian, Cornelia Reuß, Christian Zumkeller und Frieder Maier.

© Suedkurier











Eine Zeitreise zurück ins Todtmoos "anno dazumal"

Aktives Todtmoos vereint alte Handwerkskunst mit einem Bauernmarkt und Köstlichkeiten aus Großmutters Küche.

Am Samstag, 2. Juni, werden in Todtmoos längst vergangene Zeiten wieder auferstehen: "Todtmoos anno dazumal" steht auf dem Programm. Auf dem Sparkassenplatz und auf der Hauptstraße wird die Zeit um einige Jahrzehnte zurückgedreht. Altes Handwerk wird die Szenerie beherrschen und die örtliche Gastronomie will mit Gerichten aus "Omas Küche" für das leibliche Wohl sorgen. Für ein buntes Unterhaltungsprogramm haben die Veranstalter von Aktives Todtmoos auch gesorgt.

In den Auslagen der Todtmooser Geschäfte künden schon Fotos aus "anno dazumal" von dem bevorstehenden Ereignis. Die Zeit wird zurückgedreht – nicht gleich ins Mittelalter, aber schon so weit, dass manch einem vieles fremd vorkommen wird.

Wer weiß denn heutzutage noch so Recht, was ein "Düchelbohrer" machte? Mit seiner Handwerkskunst sorgte er für Wasserleitungen aus Holz, so wie die "Strohfinken" damals für warme Füße sorgten.

Noch mehr Handwerker früherer Zeiten wie Korbmacher, Klauenschneider, Schindelmacher oder ein Glasträger – oft die Letzten ihrer Zunft – haben sich für Samstag angekündigt. Für einen weiteren Höhepunkt von "Todtmoos anno dazumal" wollen einige Beschicker der Todtmooser Donnerstagsmärkte sorgen. Dank der Verstärkung auch durch andere Aussteller werden die Besucher über einen waschechten Bauernmarkt schlendern können. Mit Produkten aus der Region, aber nicht nur mit dem üblichen Wochenmarkt-Angebot: Auch das Sortiment des Bauernmarkts wird einige Überraschungen aus Zeiten anno dazumal bereithalten, versprechen die Veranstalter. Neben Handwerkern aus alten Zeiten will Aktives Todtmoos auch für ein attraktives Rahmenprogramm sorgen: Die Pepperhous Stompers sollen dabei mit fetzigem Jazz für die musikalische Unterhaltung sorgen.

Ein Clown wird vorwiegend die Kinder aufheitern und ein richtiger Gaukler, wie auf einem alten Jahrmarkt, wird auch nicht fehlen. Eine unterhaltsame Geschichtsstunde hat die Badische Zeitung im Festzelt vorbereitet: Alte, lokale Seiten der BZ, zurückgehend bis ins erste Erscheinungsjahr 1946, werden Geschichte anschaulich machen.

Neben viel Information und Unterhaltung will Aktives Todtmoos zusammen mit der örtlichen Gastronomie für das leibliche Wohl der Gäste sorgen – mit Gerichten von anno dazumal, frisch zubereitet aus Omas Kochbuch. Verschiedene Weien, Knobisuppe und andere Köstlichkeiten sind ebenso angekündigt wie "Schweinsbrate mit surem Gmüs" oder ein "füriger" Rindfleischsalat. Für die passenden Getränke wird ebenfalls gesorgt.

© Badische Zeitung







Aktives Todtmoos dreht die Uhr zurück



"Aktives Todtmoos" steckt voll in der Vorbereitung seines nächsten Veranstaltungshöhepunktes: Am Samstag, 2. Juni, sollen mit "Todtmoos – anno dazumal" auf dem Apothekenplatz alte Zeiten wieder aufleben. In den Schaufenstern des Ortes künden schon Fotos von "anno dazumal" von dem Ereignis, doch damit in zwei Wochen alles klappt, müssen die Organisatoren noch tüchtig schwitzen.

Sie haben’s schon geschafft: Die Bewohner des Hauses "Sonnenbühl", die die 20 Schaukästen, die nun die Auslagen und Schaufenster mit den Fotos die Geschäfte in der Hauptstraße zieren, herstellten. An sechs Nachmittagen sägten, hämmerten und leimten die sieben Helfer in der Werkstatt und unterstützen so Aktives Todtmoos nach besten Kräften. Die Schaukästen mit der Fotoausstellung in der Hauptstraße sind derzeit die Hauptwerbeträger, die Appetit machen sollen auf die Veranstaltung Anfang Juni, mit der die Uhr einige Jahrzehnte zurückgedreht werden soll – nicht bis ins Mittelalter, aber schon zurück in eine Zeit, als noch Düchelbohrer für die Wasserleitungen sorgten und Strohfinken für warme Füße sorgten.

Den Vertretern des alten Handwerks kann man den auch auf dem Apthekenplatz und der angrenzenden Hauptstraße über die Schulter gucken: Düchelbohrer, Korbmacher, Klauenschneider, Schindelmacher, und Glasträger haben dem Organisatoren Leni Faschian, Cornelia Reuß, Christian Zumkeller und Frieder Maier bereits zugesagt. Ein Töpfer fehlt ihnen noch in der Sammlung. "Wir arbeiten dran", sagt Christian Zumkeller.

Neben Handwerk aus alten Zeiten und einem Unterhaltungsprogramm, bei dem die Pepperhouse Stompers für die Musik sorgen und auch ein Clown und ein Gaukler zu Gast sein werden, soll es auch traditionelle Gerichte aus Omas Küche geben. Willi Hottinger, Uli Faschian und Julia Malzacher sollen dafür sorgen, dass in dieser Hinsicht alles klappt – und auf sie wird in den kommenden Tagen auch noch viel Arbeit zukommen. Denn von 14.30 Uhr bis 22.30 Uhr soll das Spektakel dauern – zum Abfeiern geht’s anschließend in die Schwarzwaldspitze – und da braucht’s zunächst einmal Personal. Mit verschiedenen "Weien, Knobisuppe, Schweinsbrate mit surem Gmüs, fürigen Rindfleischsalat" und anderen Köstlichkeiten wollen einige Gastronomen aus dem Ort die Gäste verwöhnen – auf den Tisch gebracht werden sie von Helfern von Aktives Todtmoos. Die müssen erst einmal gefunden und auf zwei Schichten verteilt werden – zumal es wohl an die 40 Helfer braucht, die beim Aufbau, beim Fest und beim Abbau anpacken müssen.




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